14. Deutschsprachiger Japanologentag

ausgerichtet von der Gesellschaft für Japanforschung e.V. (GJF)
und der Japanologie der Universität Halle-Wittenberg

29. September bis 2. Oktober 2009

an der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg

 Eröffnung
 Geschichte
 Gesellschaft
 Informationswissenschaft
 Kunst
 Linguistik
 Literatur
 Medien
 Philosophie
 Politik
 Recht
 Religion
 Theater
 Wirtschaft
 Japanische Kindheiten
 Mädchen im Moratorium
 Gewichtung von Publ. im
 japanologischen Wissen-
 schaftsbetrieb
 Der mobilisierte Bürger?
 Doktorandenpanel
 Studentenpanel
 Abschlusspanel
in Zusammenarbeit mit:
Gesellschaft für Japanforschung (GJF)
Japan Foundation
Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg

Sektion WIRTSCHAFT

Thema: Vom Ungleichen in Japan. Untersuchungen zu wachsenden Disparitäten in Gesellschaft, Wirtschaft und Recht

Leiter: PD Dr. Günther DISTELRATH
Donnerstag, 1.10.2009  |   Hörsaal XVIII

14:30−14:50

Günther DISTELRATH (Bonn): Zur Begriffsgeschichte der „Dualen Struktur“. Einleitende Bemerkungen zur Sektion

14:50−15:10

Harald CONRAD (Sheffield): Veränderungen in der betrieblichen Altersversorgung in Japan seit Anfang des 21. Jahrhunderts

15:10−15:30

Volker ELIS (Tōkyō): Licht und Schatten der Erwerbstätigkeit älterer Menschen in einer Active Ageing Society

15:30−15:50

Alexander WITZKE (Bonn): Fortbeschäftigung in Japan – Implikationen für die duale Struktur des japanischen Arbeitsmarktes

PAUSE

16:20−16:40

Jessica BOROWSKI (Bonn): Duale Struktur und human resource management

16:40−17:00

Jörg MAHLICH (Wien): Institutioneller Wandel und Reorganisation der keiretsu

17:00−17:20

Georg D. BLIND (Dresden): Unternehmensgründer in Japan seit 1992. Evidenz zur Evolution gegensätzlicher Gründergruppen

17:20−17:40 Takahiro NISHIYAMA (Bonn): Die Duale Struktur im japanischen Entlohnungs- und Beförderungssystem

17:40–18:00

Christian FIELENBACH (Bonn): Duale Struktur und Unternehmensfinanzierung



ABSTRACT / Call for Paper:
Duale Struktur, alt und neu?

Das Thema der Sektion Wirtschaft versteht sich in enger Abstimmung mit den Sektionen Recht und Gesellschaft. Den aktuellen Anlass für die Themenstellung bildet der Umstand, dass sich im Verlauf der Heisei-Krise eine Reihe von ökonomischen Disparitäten herausgebildet oder verschärft zu haben scheinen. Zu diskutieren ist hier, ob in diesem Zusammenhang von einer „Neuen Dualen Struktur“ der japanischen Wirtschaft gesprochen werden soll, ob eher langfristige Kontinuitäten zu konstatieren sind oder diese Phänomene einer konjunkturellen Sondersituation geschuldet sind.

Der Begriff der Dualen Struktur, wie er sich in der japanischen aber auch der internationalen Diskussion herausgebildet hat, bezieht sich bekanntlich auf Unterschiede in der Produktivitäts- und Einkommensentwicklung zwischen Landwirtschaft und Industrie, Groß- und klein- und mittelgroßen Unternehmen (KMU) sowie zwischen Teilen der Belegschaften. In Zeiten hohen Wachstums und durch eine Vielzahl von industrie- und steuerpolitischen Maßnahmen sind die Unterschiede zeitweilig verblasst, jedoch im Zuge der rezenten Stagnation verstärkt wieder zutage getreten. Hier ist natürlich auch der Einfluss der Globalisierung zu berücksichtigen. Wünschenswert wäre es ebenso, auch neueste Entwicklungen mit einzubeziehen, die eine verbesserte Konjunkturlage widerspiegeln.

Zur Klärung der genannten Frage können Beiträge aufgenommen werden, die die Diskussion u.a. auf folgenden Gebieten vorantreiben: Aktuelle und strukturelle Entwicklungen auf dem japanischen Arbeitsmarkt, Finanzierung von KMU und Großunternehmen sowie die entsprechende Spiegelung auf den Kapitalmärkten und im Bankensektor, alte und neue Disparitäten in der sozialen Sicherung, regionale Ungleichgewichte (Aushöhlungsproblematik), human resource management und nicht-reguläre Beschäftigung, Zulieferbeziehungen national und international, Tendenzen im Dienstleistungssektor.

Es wird gebeten, möglichst früh Rücksprache zu halten, Themenvorschläge zu Vorträgen (20 Minuten plus 10 Minuten Diskussion) spätestens aber bis zum 30.01.2009 zusammen mit einer Zusammenfassung von nicht mehr als einer Seite an den Sektionsleiter zu senden.


Kontakt:

PD Dr. Günther Distelrath
Institut für Orient- und Asienwissenschaften
Abteilung für Japanologie und Korea-Studien
Regina-Pacis-Weg 7
53113 Bonn
Tel.: 0228-739697
Fax: 0228-737020
E-Mail: distelrath (at) uni-bonn.de