14. Deutschsprachiger Japanologentag

ausgerichtet von der Gesellschaft für Japanforschung e.V. (GJF)
und der Japanologie der Universität Halle-Wittenberg

29. September bis 2. Oktober 2009

an der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg

 Eröffnung
 Geschichte
 Gesellschaft
 Informationswissenschaft
 Kunst
 Linguistik
 Literatur
 Medien
 Philosophie
 Politik
 Recht
 Religion
 Theater
 Wirtschaft
 Japanische Kindheiten
 Mädchen im Moratorium
 Gewichtung von Publ. im
 japanologischen Wissen-
 schaftsbetrieb
 Der mobilisierte Bürger?
 Doktorandenpanel
 Studentenpanel
 Abschlusspanel
in Zusammenarbeit mit:
Gesellschaft für Japanforschung (GJF)
Japan Foundation
Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg

Sektion RECHT

Thema: Vom Ungleichen in Japan. Untersuchungen zu wachsenden Disparitäten in Gesellschaft, Wirtschaft und Recht

Leiter: Prof. Dr. Heinrich MENKHAUS
Mittwoch, 30.9.2009  |   Hörsaal XVIII

10:00−10:20

Heinrich MENKHAUS (Tōkyō): Verbraucherkreditrecht in Japan nach der Reform aus dem Jahre 2006

PAUSE

10:50−11:10

Sandra SCHUH (Marburg): Entwicklungen im Recht der gemeinnützigen Treuhand

11:10−11:30

Albrecht ROESLER (Ilmenau): „Digital Divide“ im Medienrecht

11:30−11:50

Deniz GÜNAL (Köln): Verbraucherinsolvenzen in Japan: Ein gelungener Mittelweg zwischen Schuldner- und Gläubigerschutz?

11:50−12:10

Junko ANDO (Tōkyō): Seinen kōken seido – die Vormundschaft für Volljährige in Japan



ABSTRACT / Call for Paper:
Zwei-Klassen-Gesellschaft?

Das Thema der Sektion Recht versteht sich in enger Abstimmung mit den Sektionen Wirtschaft und Gesellschaft. Auch in Japan wird längst über die „neuen Armen” gesprochen. Rentner jenseits der siebzig, die jetzt eine separate Krankenversicherung haben, Konsumenten, die eine Privatinsolvenz vor oder hinter sich haben, Verheiratete, die überlegen, ob sie ihrem Kinderwunsch angesichts der Kosten für die Ausbildung der Kinder verwirklichen können usw. Gerade in diesen Wochen wird das Thema heiß diskutiert, weil das Kabinett Aso zur Sicherung der Wirtschaft jeder Person in Japan, wie schon Ende der 1990er Jahre einmal geschehen, einen bestimmten Geldbetrag schenken will, um den Verbrauch anzuregen. Es mehren sich die Stimmen, die jedenfalls gegen eine Berücksichtigung auch der Gutverdiener sind.

Nun wird man wahrscheinlich im juristischen Bereich keine gesetzliche Regelung finden, die eine Zwei-Klassen-Gesellschaft bewusst herstellen will oder jedenfalls in Kauf nimmt. Sollte das trotzdem gelingen, wäre das natürlich besonders spektakulär. Aber es lohnt sich ein Blick auf die Gesetzgebung oder Rechtsprechung zumeist neueren Datums, die auf die andauernde Diskussion reagiert und eine Verschärfung des Gegensatzes zu vermeiden sucht. Dabei stehen naturgemäß die Rechtsbereiche Arbeits- und Sozialrecht im Vordergrund, aber man kann auch im Bereich Ausbildung und Erziehung, Vermögensbildung, Kredit und Insolvenz, Strafrechtspflege usw. fündig werden. Es wird gebeten, möglichst früh Rücksprache zu halten, Themenvorschläge zu Vorträgen (20 Minuten plus 10 Minuten Diskussion) spätestens aber bis zum 30.01.2009 zusammen mit einer Zusammenfassung von nicht mehr als einer Seite an den Sektionsleiter zu senden.


Kontakt:

Prof. Dr. Heinrich Menkhaus
Juristische Fakultät
Universität Meiji
1-1 Kanda Surugadai
Chiyoda-ku
Tokyo 101-8301
Japan
Tel. und Fax: +81-3-3296-2314
E-mail: menkhaus (at) kisc.meiji.ac.jp, menkhaus (at) gjf.de