14. Deutschsprachiger Japanologentag

ausgerichtet von der Gesellschaft für Japanforschung e.V. (GJF)
und der Japanologie der Universität Halle-Wittenberg

29. September bis 2. Oktober 2009

an der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg

 Eröffnung
 Geschichte
 Gesellschaft
 Informationswissenschaft
 Kunst
 Linguistik
 Literatur
 Medien
 Philosophie
 Politik
 Recht
 Religion
 Theater
 Wirtschaft
 Japanische Kindheiten
 Mädchen im Moratorium
 Gewichtung von Publ. im
 japanologischen Wissen-
 schaftsbetrieb
 Der mobilisierte Bürger?
 Doktorandenpanel
 Studentenpanel
 Abschlusspanel
in Zusammenarbeit mit:
Gesellschaft für Japanforschung (GJF)
Japan Foundation
Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg

Sektion LITERATUR

Thema: Literatur und Medialität

Leiter: Prof. Dr. Jörg QUENZER
Dienstag, 29.9.2009  |   Hörsaal XVI

14:30−14:50

Robert WITTKAMP (Ōsaka): Medialität im Man’yōshū

14:50−15:10

Heidi BUCK-ALBULET (Tübingen): Von der Rezitationskunst zum Anime: Die Geschichte „Sanshō Dayū“ aus Sicht der transmedialen Erzähltheorie

15:10−15:30

Till WEINGÄRTNER (Berlin): Manzai als Lektüre für Soldaten

15:30−15:50

Urs Matthias ZACHMANN (München): Das Verfertigen der Gedanken beim Reden: Die
stenographische Literatur (sokki) der Meiji-Zeit als „fließender Text“

PAUSE

16:20−16:40

Ninette POETZSCH (Sendai): Zur edo-zeitlichen Rezeptionsgeschichte der Integration
von Bildern in Texte

16:40−17:00

Peter PÖRTNER (München): „Bild oder Schrift“? Der Zeichen-Praktiker Santō Kyōden (und einige seiner Voränger)

17:00−17:20

Rebecca MAK (Berlin): Mishima Yukios Erzählung „Eirei no koe“ als modernes Nō-Theater

17:20−17:40

Thomas HACKNER (Trier): Vom Text zum Film (und darüber hinaus) – Mishima Yukios „Yūkoku“



Mittwoch, 30.9.2009  |   Hörsaal XVII

09:00−09:20

Elena GIANNOULIS (Berlin): Die Affinität des Internets zur japanischen Gegenwartsliteratur

09:20−09:40

Johanna MAUERMANN (Frankfurt): Lesen „reloaded“ für J-Girls? Das Format Handyroman in der zeitgenössischen japanischen Medienkultur



ABSTRACT / Call for Paper:
Literatur und Medialität

Aktueller Anlass für das Thema Medialität ist ein zweifacher. Während der letzten Jahre lässt sich innerhalb der japanischen Literatur die Entstehung neuer Textformen beobachten, angestoßen durch die medialen Möglichkeiten, die etwa Internet und Handy bereitstellen. Erzählungen, die primär für die Lektüre auf dem Handy konzipiert werden (keitai shôsetsu), sind ein markantes Beispiel hierfür, die Veränderungen des Sozialsystems „Literatur“ durch Blogs, Foren und andere Kommunikationsformen ein weiteres. Im Bereich der vormodernen Literatur wiederum werden zunehmend mediale Fragestellungen vor allem der europäischen Mediävistik auf Phänomene in Japan übertragen. Dazu gehören neue Studien zum Verhältnis von Schriftlichkeit und Mündlichkeit, zu Medialitätsformen zwischen Buchdruck und Manuskript oder die Nutzbarmachung des Konzepts vom „fließenden Text“ (mouvance) aus dem Umfeld der new philology.

Der historischen wie thematischen Breite obiger Beispiele entsprechend liegt hier ein sehr weites Verständnis von Medialität zugrunde. Zur Fragestellung „Mediale Bedingungen von Literatur in Japan“ können demnach literarische Analysen von Sprache und (besonders) Schrift genauso gehören wie Untersuchungen intermedialer Verbindungen zur Populär- und Medienkultur, zur darstellenden Kunst oder zur Musik. Literaturwissenschaftliche Beiträge aus diesen Bereichen sind somit ebenso willkommen. Es wird gebeten, möglichst früh Rücksprache zu halten, Themenvorschläge zu Vorträgen (20 Minuten plus 10 Minuten Diskussion) spätestens aber bis zum 30.01.2009 zusammen mit einer Zusammenfassung von nicht mehr als einer Seite sowie einem kurzen Lebenslauf an den Sektionsleiter zu senden.


Kontakt:

Prof. Dr. Jörg B. Quenzer
Universität Hamburg
Asien-Afrika-Institut
Abt. für Sprache und Kultur Japans
Edmund-Siemers-Allee 1, Ost
20146 Hamburg
Tel.: 040-42838-7203 /-2670
Fax: 040-42838-6200
E-mail: joerg.quenzer (at) uni-hamburg.de, quenzer (at) gjf.de