14. Deutschsprachiger Japanologentag

ausgerichtet von der Gesellschaft für Japanforschung e.V. (GJF)
und der Japanologie der Universität Halle-Wittenberg

29. September bis 2. Oktober 2009

an der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg

 Eröffnung
 Geschichte
 Gesellschaft
 Informationswissenschaft
 Kunst
 Linguistik
 Literatur
 Medien
 Philosophie
 Politik
 Recht
 Religion
 Theater
 Wirtschaft
 Japanische Kindheiten
 Mädchen im Moratorium
 Gewichtung von Publ. im
 japanologischen Wissen-
 schaftsbetrieb
 Der mobilisierte Bürger?
 Doktorandenpanel
 Studentenpanel
 Abschlusspanel
in Zusammenarbeit mit:
Gesellschaft für Japanforschung (GJF)
Japan Foundation
Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg

Panel:
GEWICHTUNG VON PUBLIKATIONEN IM JAPANOLOGISCHEN WISSENSCHAFTSBETRIEB

Leiterin: Dr. Margret MEHL
Donnerstag, 1.10.2009  |   Hörsaal E

09:00−09:30

Hans Martin KRÄMER (Bochum): Peer review-Verfahren im internationalen Vergleich

09:30−10:00

Harald CONRAD (Sheffield): Das „Research excellence framework“ und die Publikationspolitik in britischen Japanese studies departments

10:00−10:30

Christian STEINECK (Zürich): Klassifikation von Fachpublikationen durch europäische Institutionen und ihre Auswirkung auf die Bewertung von Forschungsleistungen – ein Problembericht



ABSTRACT:
Gewichtung von Publikationen im japanologischen Wissenschaftsbetrieb

Universitäten und andere Wissenschaftseinrichtungen, sind zunehmend bestrebt die Leistungen von Wissenschaftlern nach messbaren Kriterien zu erfassen und zu bewerten. Dabei wird der Veröffentlichung von Aufsätzen in begutachteten Fachzeitschriften ein besonders hoher Stellenwert zugemessen. Die European Science Foundation bei der EU hat im Rahmen des European Reference Index for the Humanities ERIH für mehrere Fachbereiche Listen von Fachzeitschriften veröffentlicht, denen je nach ihrer geschätzten Bedeutung ein Rang von A bis C zugeordnet wird. Obwohl für die Asienwissenschaften bisher noch keine Liste vorliegt (eine Liste für „Oriental and African Studies“ ist in Arbeit), betrifft dieser generelle Trend schon jetzt auch diese und darunter die Japanologie.

Obwohl die ERIH-Kommission ausdrücklich die Verwendung der Listen as bibliometrisches Werkzeug und als einziges Kriterium für die Bewertung von Forschungsleistungen zurückweist, ist es wahrscheinlich dass sie gerade dazu zunehmend eingesetzt werden.

Wie wirken sich die skizzierten Tendenzen auf die Japanologie aus? Wie wird in verschiedenen Ländern versucht Forschungsleistungen zu bewerten? Wie sollen sich die deutschsprachigen Japanologen dazu stellen – nicht zuletzt auch wegen der klaren Privilegierung der englischen Sprache bei der Bewertung von Zeitschriften durch ERIH? Und gibt es konstruktive Vorschläge für eine Bewertung von Forschung die nicht alleine auf Quantität und primitiven Rangordnungen beruht?


Kontakt:

Dr. Margaret Mehl
Universität Kopenhagen
Asian Studies Section
E-mail: mehl (at) hum.ku.dk